Isle of Skye Trail - 20. bis 29. September

Die berühmte Telefonzelle - Start zum Isle Skye Trail
Die berühmte Telefonzelle - Start zum Isle Skye Trail

Isle of Skye war das Ziel unserer herbstlichen Trekkingtour. Peter begab sich mit zwei Trekking-Neueinsteiger auf die mystische Nebelinsel, die wieder einmal ihren Ruf gerecht wurde. Aber schön der Reihe nach. Freundliches Wetter empfing uns in Portree der Hauptstadt der Insel. Das entzückende kleine Städtchen wurde sofort nach Check-In in unserem Hotel erkundet. Bei klassischem schottischen Lachs wurden die letzten Details unserer bevorstehenden Tour besprochen. Bier und Scotch Whisky beschlossen den Anreisetag am Abend im Pub des Caladonien Hotel. Beim Full-Scottish-Breakfast konnte man das Knistern der Anspannung von Nina und Stefan förmlich spüren. Um 9.10 Uhr startete unser Bus Richtung Rubha Hunish dem Ausgangspunkt unserer Tour. Gespannt wurde aus dem Fenster geschaut und ein Vorgeschmack für die nächsten Tage eingeholt.

Am Weg nach Flodigarry
Am Weg nach Flodigarry

Schon beim Ausstieg vom Bus blies uns eine kräftige Prise entgegen, die uns den ganzen Tag über erhalten bleiben sollte. Nach knapp einer Stunde war der nördlichste Zipfel der Insel „Rubha Hunish“ erreicht. Und rein mit uns ins „Bothy-Häuschen“ zu heißem Tee und Kaffee. Wir kämpften uns weiter und kurz vor „Flodigarry“ ließ sich sogar kurz die Sonne blicken.  Etwas schüchtern aber doch. Sieht doch gleich ganz anders aus. Auf den letzten Küstenabschnitt zum Strand von „Flodigarry“ mussten wir jedoch verzichten. Der zu überquerende Fluss führte eindeutig zu viel Wasser mit sich. Also ein kurzes Stück Erika-Büsche-Wetthüpfen und schon waren wir auf der Straße und wenig später im Pub vom Flodigarry Hotel. Und da wussten wir noch nicht, dass wir nochmals kommen würden.

Auch umgeplante Wege sind interessant
Auch umgeplante Wege sind interessant

Nach einer ergiebigen Rast sollte es zum ersten Camp am „Loch Hasco“ gehen. Doch je weiter es nach oben ging nahm der Sturm überproportional zu. Ergebnis? Mussten unser Camp bereits am „Loch Langaig“ aufschlagen. Genau an der Nebelgrenze. Die erste Nacht im Zelt bei der ersten Trekkingtour und das bei orkanartigem Sturm. Was soll ich sagen? Nina und Stefan bekommen die Note 1 für Ihre Sturmfestigkeit. Am Morgen war der Wind noch stärker und die Nebelfetzen flogen nur so an uns vorbei. Nach 3 Stunden zuwarten wurde die Route umgeplant. Safety first! Und tolles Mittagessen im Flodigarry Hotel genossen. 

Aufstieg zu "An Stòr"
Aufstieg zu "An Stòr"

Statt über die Berge „Quiraing“ und Co wählten wir in den nächsten beiden Tagen den nordöstlichen Küstenweg. Über „Digg“ und „Staffin“ sowie „Culnacnoc“ und luxuriöser Nacht an der Campsite erreichten wir schließlich eines der Highlights dieser Trekkingtour in Schottland: „An Stòr – The old man!“ Auf dem Weg dorthin sahen wir unsere Entscheidung der anderen Route bestätigt. Beeindruckende Wolkenformationen hüllten unsere Gebirgskette ein. War der Aufstieg zu „An Stòr“ noch etwas windig, überraschte uns das Wetter kurze später erneut und wir konnten eine windstille Nacht nebst atemberaubenden Sonnenunter und -aufgang erleben. Auch den darauffolgenden Morgen wird Stefan nicht vergessen. Was das war? Nun, das bleibt unser Geheimnis!

Camp "An Stòr"
Camp "An Stòr"

Bei wirklich traumhaftem Sonnenwetter ging es über den Küstenweg nach „Portree“. Wie immer ein anstrengendes unterfangen aufgrund der fehlenden Wege. Doch immer wieder mit fantastischen Aus- und Weitblicken auf die benachbarten Inseln. Erschöpft aber glücklich genossen wir den Abend in unserem Hotel und vielen in bequemen Betten in den wohlverdienten Schlaf. Und nochmals: ein weiterer Sonnentag auf Isle Skye. Der Weg nach „Sligachan“ wurde derart leicht gemacht. An der Campsite wurde das Nachtlager aufgeschlagen und das neue Pub im Ort bestaunt. Warum? Nun, ein imposanter Anblick wie uns viele Facebook-User beim Live-Report bestätigten: Eine Scotch-Whisky Bar wie sie sein sollte. Doch nach fünf anstrengenden Tagen war rasch Schluss mit dem Paradies und die Schlafsäcke wurden erneut bezogen. 

"Sligachan" am Morgen
"Sligachan" am Morgen

Da aller Dinge bekanntlich drei sind: Ein erneuter Sonnentag! Gerade richtig um durch die imposanten „Cullin Hills“ zu wandern. An der „Camsusunary Bay“ wurde ausgiebig gerastet bevor wir zu den finalen Schritten nach „Elgol“ ansetzten.  Jede Menge fröhliche Schotten kamen uns mit Speis‘ und Trank‘ entgegen die im „Bay-Bothy“ Partytime vorhatten. Nach einer weiteren windstillen Nacht auf einem Hügel war endlich Schluss mit Sonne. Wir wollen ja schließlich nicht übertreiben. Zum Frühstück gab’s diesmal die wohl weltbesten Shrimps-Sandwiches und gleich drei an der Zahl. Derart gestärkt kann einem nichts mehr bremsen. In „Torrin“ wurde im „Blue Shed Cafe“ noch ausgiebig Pause gemacht und danach noch eine Stunde bis zum Nachtlager am Traumstrand gestiefelt. Echt ein Hammer! Sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. 

Kurz vor "Boreraig"
Kurz vor "Boreraig"

Bewölkt startete auch unser letzter Tag. Und perfekter Weise wurde der Sonnenschein für den Zielendspurt aufgespart. Dieser letzte Küstenabschnitt bietet nochmals alles was Isle of Skye auszeichnet. Natur pur und hammermäßige Landstriche. Nach dem verlassenen Dorf oder besser gesagt „entführten“ Dorf „Boreraig“ ging es zum letzten Mal nach oben. Dort empfing uns die Sonne und gab uns die „Cullin Hills“ zum Fotofinish preis - bestens inszeniert! Anders als ausgelassen und happy kann man gar nicht ans Ziel in Broadford kommen. Die Freuden des Pubs wurden jedoch nur kurz genossen, die Tour war anstrengend und unsere Betten schrien förmlich nach uns. 


Die Bilder von dieser Tour

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