Rob Roy Path - 23. bis 30. Juni

Start zum Rob Roy Path
Start zum Rob Roy Path

Bei wieder einmal fabelhaften Wetter starteten wir zur Wandertour am Rob Roy Path. Der gemütlichste und beste Weg um die schottischen Highlands kennenzulernen. Ausgangspunkt war Milngavie im Norden von Glasgow. Gleichzeitig auch der Start des West Highland Ways, denn wir am ersten Tag bis Drymen folgten. Der Grund liegt auf der Hand: Wandern in Schottland bedeutet auch dem Scotch Whisky die Ehre zu erweisen. Auf halber Strecke konnten wir so die „Glengoyne Distillery“ besuchen. Dieses malerische Tal der Wildgänse (Übersetzung von Glenygoyne aus dem Gälischen) führt einem immer tiefer in die Highlands und die ersten größeren Berge tauchen bereits am Horizont auf. Ohne nennenswerte Anstiege erreichten wir schließlich unser Tagesziel „Drymen“. Ein kleines Dorf mit einem echten Highlight: „The Clachan“ – Schottlands ältestes Pub. Ideal um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Glengoyne Distillery
Glengoyne Distillery

Heidelandschaft und kaladonische Wälder lautete das Motto am zweiten Tag unserer Wandertour am Roy Roy Path. Zunächst mussten jedoch einige Kilometer auf Asphalt gemeistert werden. Nach dem dies geschafft war, kamen wir ins „Muir Park Reservoir“. Hier kann man eine der Hauptwasserversorgungen von Glasgow bestaunen. Ohne Druckleitungen wird hier das Wasser mittels natürlichem Gefälle bis Glasgow geleitet. Ein beeindruckendes Meisterwerk. Und immer wieder versteckte und schmucke Landhäuser. Hier lässt es sich fern ab des Großstadtstress herrlich leben. Und immer wieder Seen und Flüsse – das klassische Bild der Highlands. Im „The Forth Inn“ in Aberfolye bezogen wir unser Quartier und genossen den lauen Abend im Freien. Tag zwei unserer Wandertour in Schottland neigte sich somit zu Ende.

Am Weg nach Aberfoyle
Am Weg nach Aberfoyle

Erstes Ziel des heutigen Tages waren die Flanken der „Menteith Hills“ bei strahlendem Sonnenschein. Danach folgte ein Stück verwunschener Wald, bevor wir auf einer großen Lichtung in der Sonne liegend etwas länger Pause machten. Kurz vor der Hälfte der heutigen Wegstrecke wurden wir in Idylle pur entführt. Einem kleinen See mit außergewöhnlicher und schöner Vegetation.  Etwas später konnten wir bereits „Loch Venachar“ erblicken. Eingebettet und beschützt vom majestätischen „Ben Ledi“. Am Sandstrand des Ufers wurde kurz danach eine weitere Rast eingelegt. Cappuccino und Espresso inklusive. Die „Invertrossachs Road“ brachte uns die letzte Stunde nach Callander, dem Hauptort in den Trossachs. Ein entzückendes kleines Städtchen das zum Bummeln einlädt.  

Blick auf Loch Venachar
Blick auf Loch Venachar

Im Highlander House unserem B&B spielte uns Tom der Besitzer zum Frühstück Dudelsackmusik vom Feinsten. Gestärkt und derart "„bedudelt“ besuchten wir das lokale „Visitor Centre“ um mehr von unserem schottischen Helden Rob Roy zu erfahren. Schließlich galt es herauszufinden was Legende und was Wahrheit seines unglaublichen Lebens war. Die ersten Kilometer des heutigen Tages kam nun auch der schottische Nieselregen zu seinem Recht. Da dieser jedoch merkte, dass er uns nichts anhaben kann verabschiedete er sich auch kurze Zeit später. Wir folgten dem Fluss „Garbh Uisge“ bis zu dem Wasserfall „Falls of Leny“, der wenig später in den See „Loch Lubnaig“ übergeht. In den „Stathry Forest Cabins“ wurde eine gemütliche Pause eingelegt. Unser B&B beglückte uns danach mit Sauna und schottischer Rockmusik. Ein Tagesausklang nach Maß.

Callander
Callander

Die Berge der Trossachs rund um Strathry sind schon beeindruckend. Erstes Ziel des heutigen Tages unserer Wandertour am Rob Roy Path führte uns nach Balquidder. Hier ist an einem ruhigen, aufgelassenen und idyllischem Friedhof unser Held begraben. „Despite them“ steht an seinem Grab, was so viel heißt wie „trotz denen“. Auf diese Art wollte die Familie dem König zeigen, dass man hier oben in den Highlands die Erlässe nicht so wirklich ernst nahm. Ein kurzer Aufstieg führte uns zum  „Creag na Tuirc“ dem ehemaligem Treffpunkt der MacLarens. Der Ausblick von da oben lohnt allemal den Schweiß. Jetzt wollten wir noch den legendären Fluchtweg von Roby Roy erkunden, auf dem er immer wieder seinen Häschern entkommen konnte. Dem Sattel „Lochan an Eirennaich“. Bei dichtem Nebel erfolgte der Aufstieg und gab aber trotzdem immer wieder Blicke auf die umliegenden Berge frei. Am Roy Roy Felsen wurde länger gerastet und man konnte sich gut in die Zeit von damals hineinversetzen. Nach dem Abstieg folgten wir nach Balquidder unserem Weg zum Tagesziel Lochearnhead. Eine kleine Ansammlung von Häusern direkt am „Loch Eearn“ gelegen. Auf der Terrasse unseres Hotels ließ es sich leicht mit der Seele baumeln.

Creag na Tuirc
Creag na Tuirc

Zum Einstieg des Tages führte unser Weg zunächst 100 Meter steil nach oben zur „Lockearnhead Scout Station“. Hier wurde die ehemalige Eisenbahnstrecke erreicht, die uns die Hälfte des Weges bis zum Ziel in Killin führte. Kurz vor dem Ende bestaunten wir ein noch bestens erhaltenes Viadukt im „Glen Ogle“. Ein mobiler schottischer Würstelstand belohnte uns kurz danach mit exzellenten „Carote-Cake“. Durch herrliche Wälder stießen wir nochmals auf die aufgelassene Eisenbahntrasse die uns schließlich bei leichtem Nieselregen in Killin ankommen ließ. Beeindruckend am Ortsanfang die „Falls of Dochart“. Danach folgte der beste Abschluss einer Wandertour in Schottland den man sich vorstellen kann: Live-Musik im Pub unseres Hotels. Klasse! So wird man rasch zum Highlander.


Die Bilder zu dieser Wandertour

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