Cairngorm National Park Round - 1. bis 9. Oktober

Herrlicher Rastplatz bei Inchroy Lodge
Herrlicher Rastplatz bei Inchroy Lodge

Insgesamt 112 km und 4.500 Höhenmeter standen uns bevor. Am ersten Tag folgten wir den Spuren des Speyside Way's vom Vorjahr über Boat of garten nach Nethy Bridge wo wir erstmals unser Zelt am Lazy Duck Weiher aufschlugen. Ab dem 2. Tag stand dann Navigieren und Geländeorientierung bis zum Ende unserer Tour am Programm, denn ab jetzt waren Wegweiser Mangelware. Zunächst durch den zauberhaften Abernethy Forest in südlicher Richtung zum Loch a Chruic. Unsere Wasserflaschen mussten wir nicht wirklich füllen, da es entlang des gesamten Weges jede Menge Trinkwasser in kleinen Bächen und Flüssen gab. In nordöstlicher Richtung ging es durch den faszinierenden Eag Mhor über die Dorback Lodge zu unserem nächsten Nachtlager bei der Ruin Letteraitten Farm. Ein Quartier mit sagenhaften Ausblick auf die umliegenden Berge und dem äußerst neugierigem Fasan der nächtens unser Zelt begutachtete.

Loch a Chruic
Loch a Chruic

Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer kürzeren Etappe in das höchstgelegene Städtchen in den Highlands - Tomintoul auf 350 Meter Seehöhe, dass im übrigen auch über eine tolle Destillerie mit gleich- namigen Whisky verfügt.  Am 4. Tag begannen wir unsere längste Etappe bei Sonnenschein und starken Wind. Gegenwind natürlich damit es mehr Spass macht. Der Weg führte uns den ganzen Tage nach Süden über die Dalestie Lodge bis zur Inchroy Lodge. Hier führte uns der Pfad auf breiter Schotterstrasse in westlicher Richtung höher hinauf in die Berge. In einem herrlichem Tal direkt neben dem River Avon bei der Faindouran Lodge schlugen wir unser Nachtlager auf.  Christian als Sirtakitänzer zu den Klängen von "Wein von Mykonos" haben wir leider nicht auf  Bildmaterial, aber ich kann euch versichern, es war ein einmaliges Erlebnis.

Der unwegsame Weg zum Loch Avon
Der unwegsame Weg zum Loch Avon

Tag 5, der Weg zum Ziel unseres Tripps, sollte einige Überaschungen für uns parat haben. Bei Wind und leichtem Nebel ging es los. Der Weg verlor sich nun zusehenst, der Untergrund wurde immer Nasser und Matschiger. Aber unsere Karten- kenntnisse führten uns immer weiter und der Weg lies sich ab und zu auch blicken. Beim Refuge Fords of Avon suchten wir vor dem immer stärker werdenen Wind schutz und genossen eine längere Pause bei heisser Schokolade und einem Schluck Whisky. Eine weitere Stunde später erreichten wir schließlich die Ostseite des Loch Avon. Wir mussten nun entlang der Nordseite des Sees zum westlichen Ende. Obwohl dieses Stück lediglich 2,5 km lang ist benötigten wir dazu 1,5 Stunden. Und das kam so:  Stetiges auf und ab, unwegsames Gelände und mittlerweile Wind in sturmstärke und eher wir es uns versahen, haute uns eine Sturmböe aus den Wandersandallen. Zwei Männer mit einem Gesamtgewicht von jeweils mehr als 100kg einfach umgeblasen.

Vom Winde verweht
Vom Winde verweht

Wir warteten auf eine Pause des Sturms und gelangten schlußendlich eine halbe Stunde später an das andere Ufer. Keck stellten wir unser Hilleberg Nallo auf den schnee- weissen Sandstrand. Ein Schlafplatz mit einer außergewöhnlichen Kulisse, den wir gemeinsam mit Steve der einige Meter neben uns campierte genossen. Der orkanartige Sturm die ganze Nacht hindurch, bestätigte uns die Qualitätswahl unseres Zeltes.

Traumhafter Schlafplatz - Loch Avon
Traumhafter Schlafplatz - Loch Avon

Den vorletzten Tag begannen wir mit einem kurzen Anstieg auf "The Saddle". Nun ging es bei gleichbleibend schlechtem Weg sanft hinab neben dem Fluss Garbh Alt in das Tal Strath Nethy. Einfach nur schön und unendlich und das bei immer besserem Wetter und Sonnenschein. Kurz vor Glenmore Lodge mündete die Strecke in eine Forststrasse und führte uns zum gleichnamigen Tagesziel.  Der letzte Tag startete mit leichtem Nieselregen entlang des Loch Morlich und entlies uns bei strömenden Regen schließlich in Aviemore. Jetzt hatten wir ihn doch endlich mal erlebt den schottischen Regen, mit einer erstaunlichen Erkenntnis: Die Schotten radeln und wandern beim Regen mit einem Lächeln und freundlichen Grüssen durch die Gegend. So kann man es auch machen und es macht gleich noch mehr Spass.

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